Mineralien
Die Insel ist geologisch gesehen in drei Teile geteilt:
- Der westliche Teil, wo sich der Monte Capanne erhebt,
besteht vorherrschend aus Granit, Tomalin, Beryl,
Serpentin und Perfid.
- Der mittlere Teil ist östlich aus Diabase
und Serpentin geformt, im westlichen Teil aus Quarz-Perfid
und Granit.
- Der östliche Teil hat eine komplexere Zusammenstellung:
Der mittlere Teil des Monte Calamita und der Küstenteil über
Porto Azzurro und Rio Marina besteht aus palaeozeuischen
Mikzysten, Feldspat, Quarz, Turmalin, Marmor und
Dolomien. In der Gegend von Capoliveri findet man
Perfid und Kalkmassen; der nördliche Teil ist
reicher an Eisenmineralien wie Oligyst, Lymonit und
Magnaetit, hier findet man auch ardesianische Zysten, Ärenarien
und Puddinghen aus Permian und mesozeuischen Kalk.

Um die Geschichte der elbanischen Mineralien
besser kennenzulernen, haben wir uns an die Texte von
Graziano Rinaldi gehalten, der das Buch „Elba
- Die Insel der Mineralien“ geschrieben hat,
von Fremdenverkehrsamt Toskanischer Archipel herausgegeben.
„In Etrurien, sagt man, befindet sich eine
Insel namens Aethalia, im gleichnamigen Bergwerk
wurde Kupfer
abgetragen. Damit, sagt man, wurden alle handwerklichen
Dinge produziert. Später hat man keines mehr gefunden;
aber nach langer Zeit, tauchte das Eisenbergwerk wieder
auf, von dem sich heute noch die Etrusker bedienen,
die in der Stadt namens Populonia wohnen.“
De Mirabilibus Auscultationibus
Geschichtliche Notizen von Pseudo - Aristoteles:
3.-2. Jahrhundert vor Christus
Das
kristallklare Meer und das vom kräftigen Grün
der mediterranen Macchia dominierte Land haben dazu
geführt, dass Elba jetzt vom Tourismus heimgesucht
wird. Aber wer den kostbarsten Schatz, den die Insel
besitzt, finden will, muss unter der Erde suchen. Deshalb
haben seit über vier Generationen Bergwerkarbeiter
nach Kupfer und dann nach Eisen gegraben. Auch der
Name der ältesten Insel (Aethalia=Flamme) kommt
von den Flammen aus den Öfen für die Eisenreduzierung,
die zahlreich zu der Zeit waren, als die Griechen im
Tyrrhenischen Meer kreuzten, auf ihren Reisen zwischen
den süditalienischen und den Kolonien in Marseille.
Die westliche Welt kannte die Macht Rom noch nicht,
aber im ganzen Mittelmeerraum wusste man, dass zwischen
Korsika und Etrurien eine an Eisen außerordentlich
reiche Insel lag.
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Schließlich war es gerade Elba, die die Etrusker,
die raffinierteste Zivilisation Italikas, reich gemacht
hat.
Die
Insel erschien so reich an Mineralien, dass seit der
Antike die Legende weitergegeben wurde, die von der
Unerschöpflichkeit der Bergwerke spricht. Jahrhunderte
lang haben die Reichlichkeit und Reinheit des Hämatit
die menschlichen Lebensbedingungen bestimmt, aber im
Oktober 1981 wurde das letzte Eisenbergwerk der Insel
Elba geschlossen.
Nach Jahrhunderten von intensiver Ausbeutung werden
die Bergwerke Elbas nicht mehr von Bergwerkarbeitern,
sondern von Sammlern und Mineralienforschern besucht.
Um die Wahrheit zu sagen, kannten auch die alten Bergwerkarbeiter „Scherze
des Eisens“. So nannten sie die extravaganten
Formen und Farben der Kristalle. Der elbanische Hämatit
formt typische Rosenkristalle und fehlt in keinem mineralogischen
Museum, das auf sich hält. Und N.Stenone hat im
17. Jahrhundert den Hämatit und den elbanischen
Quarz studiert und die Gesetze der modernen Kristalogie
entdeckt.
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Die Mineraliengegenden im östlichen Teil der
Insel, deren Arbeitsstellen verlassen wurden, sind
ein idealer Ort, um sich in die großen suggestiven
und farbenprächtigen Landschaften einzufinden,
die aus Stille und antikem Land gemacht sind. Orte
die durch die menschliche Arbeit komplett verändert
worden sind, die aber eine eigene wilde Kraft erhalten
haben, die uns auf den Ursprung unseres Planeten zurückweist.
Wer wissenschaftliches Interesse hegt, wird auf der
ganzen Insel fündig, nicht nur im Mineralogischen-Freilichtmuseum,
so wie Bernardino Lotti gegen Ende des 9. Jahrhunderts,
der erste Geologe, der eine genaue Landkarte von Elba
zeichnete, die man heute noch kaufen kann.

Im Westen auf dem Monte Capanne, hat man nie gegraben
um Eisen abzutragen, aber seit mehr als 150 Jahren
konzentrieren Wissenschaftler und Sammler ihr Interesse
auf diesen Berg: In seinen Venen gräbt man bezaubernde
Kollektions-Kristalle aus Turmalin und Beryl und andere zahlreiche Mineralien.
Das heißt, es ist nicht merkwürdig, wenn
die Insel in aller Welt bekannt ist, nicht nur wegen
ihrer Schönheiten sondern auch aufgrund der Seltenheit
ihrer Mineralien.
Achtung: Die Parkverordnung straft
jeden, der Mineralien ohne Genehmigung der Parkinstitution
sammelt.
Wo man Mineralien besichtigen kann:
Auf der Insel kann man zwei ausschließlich elbanische
Museen besichtigen:
Das Museo Minerali Elbani collezione "Alfeo Ricci" in Capoliveri, im Altstadtzentrum (700
Exemplare). Das Museum "Erisia
Gennai Tonietti" in Rio Marina im Rathaus mit
24 Schaukästen und ca. 1.000 Exemplaren und in
Porto Azzurro in einer Privatsammlung bei Giannini Minerali
oder in der Piccola Miniera ein beeindruckender didaktischer
unterirdischer Weg, auf dem ein Bergwerk wahrheitsgetreu
nachgebaut wurde.
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