Napoleon verbrachte seine erste Nacht in Portoferraio im Gemeindepalast

Der Bürgermeister Traditi war die "tragische Figur" als er den kaiserlichen “Palast” vorbereiten musste.

“Wo soll er schlafen? Wo soll erschlafen?” wiederholte er wie einen Refrain aufgeregt und verzweifelt.

Sämtliche Vorschläge wurden aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten in den Wind geschlagen. Schliesslich wurde beschlossen, den Kaiser und seinen Anhang in dem heruntergekommenen Gemeindehaus unterzubringen. (p. 28)

Zwischen der Biscotteria und den Tuilerien lagen Welten! Napoleon war über seine Unterbringung schockiert und konnte seinen Eindruck auch nicht verstecken, was bei den Autoritäten, die dachten, ihre Aufgabe angemessen erledigt zu haben, grossen Unmut auslöste. (p.62)

Was Napoleon von den für ihn vorbereiteten Räumlichkeiten hielt, kann man in einem Brief an Maria Luisa vom 4. Mai 1814 lesen:

“Meine liebe Luisa, bei ruhigem Wetter habe ich vier Tage auf dem Meer verbracht. Die Überfahrt hat mir keine Probleme bereitet; Ich bin auf der Insel Elba, die sehr hübsch ist, angekommen, die Unterbringung ist allerdings sehr mittelmässig, somit werde ich in den nächsten Wochen andere Räumlichkeiten vorbereiten lassen. Ich habe keine Nachrichten von dir. Darunter leide ich jeden Tag. Gesundheitlich geht es mir sehr gut. Adieu meine Freundin, du bist sehr weit von mit entfernt, doch in Gedanken bin ich immer bei meiner Luisa. Eine zärtliche Umarmung an meinen Sohn. Ganz dein Nap.” (p. 63)

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