Napoleons Schwester brachte Schwung in das soziale Leben auf Elba

Die dritte Frau, die Napoleons 300 Tage auf Elba versüsste, war seine Schwester Paolina Borghese. Um ehrlich zu sein, bereicherte die schöne Paulette neben Napoleons Exil auch das elbanische soziale Leben: sie brachte Gesellschaftsdamen, Schneiderinnen, Mode, Koketterie, Maskenbälle und Feste im Pariser Stil auf ihren kleinen Hof auf der Insel. Sie schmückte die Räume der Palazzina dei Mulini, die ursprünglich für Maria Luisa vorgesehen waren, ausgefallen mit Blumen, Vogelkäfigen und allerlei Nippes und kreierte so ein "Märchenschloss".

Unvergesslich sind die Bälle im Vigilanti, einem kleinen aber schmucken Theater, das Napoleon in einer säkularisierten Kirche schuf, aber am unvergesslichsten war das Fest, das Paolina für Elbas Gesellschaft am Abend vor Napoleons Abfahrt organisierte:

Diesen Abend trug Napoleon weisse Hosen und Hemd, eine schwarze Frackjacke und weitere feierliche Accessoires. Paolina, die blendend gelaunt war, soll angeblich zu Napoleon gesagt haben, indem sie auf seine zunehmende Beleibtheit und sein schwarz-weisses Outfit anspielte:

- Heute bist du noch mehr Pinguin als sonst. -

Napoleon küsste ihr als Antwort die Hand. Er wollte mit seiner Schwester einen Kontratanz tanzen. Seit den Nächten in Warschau mit Maria Walewska in den Salons der Talleyrand hatte er nicht mehr getanzt. Seine Geste erregte bei den Anwesenden grosse Bewunderung. Alle bildeten ein Spalier für das Paar. (p.164)

Am nächsten Tag sollten alle den Grund für die bewegte Stimmung erfahren.

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