Nationalpark Toskanisches Archipel

Elba ist zusammen mit sechs anderen Inseln Teil des Nationalparks Toskanisches Archipel

Der Nationalpark Toskanisches Archipel umfasst ein Meeresgebiet von mehr als 600 Km² zwischen Livorno und der Halbinsel Monte Argentario mit seinen sieben Inseln: Capraia, Elba, Giannutri, Giglio, Gorgona, Montecristo, Pianosa, abgesehen von den Formiche in Grosseto und anderen kleineren Felsformationen. Elba ist die grösste dieser Inseln (223,5 Km²), Gorgona die kleinste (2,23 Km²). Montecristo ist mit 68 km am weitesten vom Festland entfernt, Capraia ist nur 34 km von Elba entfernt.

Die Vielfalt der Landschaften ist trotz der kleinen Dimensionen der Inseln beträchtlich: von der vielseitigen Insel Elba, bis hin zur flachen Insel Pianosa oder dem Felskegel Montecristo. Entlang der vom Meer geformten Küste wechseln sich Klippen und Grotten ab mit von wilden Caps geschützten kleinen Stränden, eine bunte Blütenpracht bedeckt die Felsen und Wehrtürme wie zur Erinnerung an die jahrtausendelange Präsenz des Menschen.

Lanschaften und Morphologie gründen auf den verschiedenen geologischen Ursprüngen der einzelnen Insel. Gorgona und Montecristo bestehen komplett aus Granit, Giglio und Elba aus Granit und Sedimentgestein (Kalkgestein und Mergel), Giannutri und Pianosa aus Kalkstein, Capraia schliesslich aus Lavagestein.

Vor dem Tourismusboom war der Bergbau der wichtigste Wirtschaftszweig der Inseln. Die Wichtigkeit des sich über die Jahre entwickelnden Bergbaus spiegelt sich in der heutigen Vegetation wider. Die Notwendigkeit von grossen Mengen an Holzkohle für die Bearbeitung des Minerals und an Holz für die Kappen der Minen führten dazu, dass der Steineichenwald verschwand. Heute wird die Vegetation der Insel hauptsächlich durch die "hohe" Macchia mit Erika, Erdbeerbaum, Mastixstrauch und Myrte charakterisiert.

In den windigeren Gebieten entwickelte sich die "niedrige" Macchia mit vorwiegend Zistrosengewächsen. Die Hänge des Monte Capanne auf der Insel Elba werden von einem schönen Mischwald bedeckt mit Gemeiner Hopfenbuche, Schwarzerle, Kastanienbäumen und jahrhundertealten Exemplaren der Eibe. Besonders wichtig sind die endemischen Arten, die auf wenige Inseln beschränkt sind, wie das Veilchen und die Kornblume auf Elba und das Leinkraut auf Capraia.

Die wichtigste Komponente der Fauna des Toskanischen Archipels bilden die Vögel mit der Silbermöwe (600 Nest bauende Pärchen), der Korallenmöwe (circa 200 Pärchen), der Krähenscharbe (30 Paare), dem Gelbschnabel-Sturmtaucher und dem Schwarzschnabel-Sturmtaucher, dem Kolkraben, dem Wanderfalken, der Blaumerle und der Wildtaube. Zu diesen ansässigen Vogelarten gesellen sich grosse Zugvögelbewegungen.

Das Meer, das die Insel umgibt, beherbergt alle typischen Lebewesen des Tyrrhenischen Meers wie beispielsweise grosse Flächen von Poseidongras, die Hornkoralle, Seeanemonen, Korallen und Seesterne. Ausserdem gibt es verschiedene Arten von Delphinen, den Riesenzackenbarsch und den seltenen Mondfisch. Seltener werden der Pottwal und der Finnwal gesichtet. Und noch seltener bekommt man die Mönchsrobbe zu Gesicht.

Texte unterliegen der Verantwortung des Fremdenverkehrsamts Toskanisches Archipel

Nützliche Informationen

Nationalpark Toskanisches Archipel
Portoferraio - Località Enfola
Tel.0565.919411 - Fax 0565.913350 - sito internet: www.islepark.it

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