Der Prozess zur Erhaltung der CETS

Die Euopäische Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten (CETS),ist eine Projekt zum Schutz der Natur, der Entwicklung des Gebiets und des Dialogs zwischen den Naturparks, den lokalen Unternehmen und den Reiseveranstaltern.

Das zentrale Element der Charta ist die Zusammenarbeit zwischen allen Interessenten: es mag wohl sein, dass der Nationalpark den Anstoss für Massnahmen des nachhaltigen Tourismus, der von der Charta vorgesehen ist, gibt, allerdings braucht man zur Realisierung dieser Massnahmen auch die Unterstützung der Tourismusunternehmen.

Die Charte verpflichtet die Teilnehmer dazu, auf lokaler Basis Strategien zur Entwicklung einer "dauerhaten Tourismus" in enger Zusammenarbeit zwischen dem Nationalpark und der ansässigen Tourismusbranche anzuwenden; die wichtigsten Ziele sind:

  • Das Bewusstsein und die Unterstützung für die europäischen Schutzgebiete als ein grundlegender Teil unseres natürlichen und kulturellen Erbes zu schützen und zu stärken, so dass sie von jetzigen und nachfolgenden Generationen in gleichem Maße erlebt und genossen werden können.
  • Die nachhaltige Entwicklung und das Management des Tourismus in den Schutzgebieten kontinuierlich verbessern, im Sinne der Umwelt, der lokalen Bevölkerung und der lokalen Unternehmen sowie der Besucher.

Die 10 Prinzipien der Europäischen Charta fuer Nachhaltigen Tourismus beziehen sich auf bestimmte Aktionen, die von dem jeweiligen Schutzgebiet und den beteiligten Interessenten zu berücksichtigen sind:

1. In Partnership zusammenarbeiten: Alle Personen, die vom Tourismus im Schutzgebiet und seiner Umgebung betroffen sind, an der Entwicklung und am Management beteiligen.
2. Eine Strategie ausarbeiten und umsetzen.
3. Das natürliche und kulturelle Erbe des Gebiets durch den Tourismus schützen und aber gleichzeitig vor einer übermäßigen touristischen Entwicklung bewahren.
4. Allen Besuchern während ihres Aufenthaltes in jeder Hinsicht hochwertige Erfahrungen bieten, dafür sorgen auch beispielsweise Meinungsumfragen nach einem Besuch.
5. Besucherinnen und Besuchern die besonderen Werte des Gebietes erfolgreich vermitteln.
6. Spezielle lokale Produkte anbieten: Dazu ermutigen, besondere touristische Angebote zu entwickeln, die die Entdeckung und das Verständnis des Gebietes ermöglichen.
7. Erweiterung des Wissens über das Schutzgebiet und Fragen der Nachhaltigkeit bei allen, die mit Tourismus zu tun haben.
8. Sicherstellen, dass der Tourismus die Lebensqualität der Ortsansässigen nicht mindert, sondern fördert.
9. Den Nutzen des Tourismus für die örtliche Wirtschaft erhöhen.
10. Negative Auswirkungen zu verringern, indem man Besucherströme überwacht und lenkt.

Die Prozedur als Charta-Kandidat ist in drei Phasenunterteilt:
I. Beurkundung des Schutzgebiets
II. Beurkundung der lokalen Tourismusunternehmen
III. Beurkundung der Reiseveranstalter

Um die Beurkundung des Schutzgebiets zu erhalten (fase I) muss man:
1) Die Kandidatur bei der Föderation Europarc präsentieren, die mit Unterstützung einer nationalen Auswahl (in Italien Federparchi – Europarc Italia),die Prozedur zur Zuerkennung des Charta-Status regelt und das Netz der Schutzgebiete koordiniert.
2) Die Bildung und das Managen eines Forums zusammen mit den Partnern, mit denen der Park zur Erhaltung des Charta-Status zusammenarbeitet.
3) Die Realisiserung eines Berichts, mit dem ein beserer Einblick in das Gebiet und seine naturalistischen, touristischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte gewährt werde soll.
4) Ausarbeitung mit dem Forum eines fünfjährigen Aktionsplans.
5) Das Erhalten einer positiven Bewertung durch die Europarc Föderation hinsichtlich des Bewerbungsprozesses und des Aktionsplans, der von allen Teilnehmern des Antrags zum Erhalt des Charta-Status umgesetzt werden muss.

Von dem Moment an, in dem das Schutzgebiet vom Charter Park anerkannt wird, muss es einen Aktionsplan umsetzen, die erreichten Resultate ständig kontrollieren und an die Europäische Bewertungsstelle weiterleiten.

Der Charta-Status hat eine Dauer von 5 Jahren und kann erneuert werden.

Die Schutzgebiete, die Charta-Status erlangt haben können selbst entscheiden, ob sie in die Phase II und III des CHarta-Status gehen möchten, indem sie die lokalen Tourismusunternehmen nicht nur in die Aktionen einbeziehen, sondern diese selbst auch zu Unternehmen mit Charta-Status zu machen.

Im Jahr 2016 hat der Nationalpark Toskanisches Archipel den Europäischen Chartastatus für Nachhaltigen Tourismus (Phase I) von seiten der Europarc Föderation erhalten. Die offizielle Verleihung wird im Dezember in Brüssel im Europäischen Parlament stattfinden.

Für nähere Informationen zu den Phasen des Chartastatus der CETS durch den Nationalpark Toskanisches Archipel klicke hier >
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