Die römische Villa, wohin der Prinz Agrippa Postumo ins Exil geschickt wurde.

Vor dem Strand Cala Giovanna findet man die Überreste des römischen Baus der Villa von Agrippa, in die von 7 bis 14 nach Chr. der Prinz Agrippa Postumo ins Exil geschickt wurde, der Neffe des Kaisers Augustus, der von dem Kaiser adopertiert wurde, um seinem Thron zu folgen. Agrippas Stiefmutter beschuildigte ihn jedoch der Ausschweifungen und der Homosexualität, um ihrem Sohn Tiberio (aus der vorgehenden Ehe mit Claudio Nerone) den Weg zur Thronfolge zu ebnen, woraufhin Agrippa aus Rom verstossen und auf die Insel PIanosa ins Exil geschickt wurde, wo er später auch -wahrscheinlich auf Auftrag von seinem Konkurrenten Tiberio - ermordet wurde.

Die Villa besitzt einen aussergewöhnlichen historisch-archäologischen Werte, sie wurde in der zweiten Hälfte des 19.0 Jahrhunderts von Gaetano Chierici ausgegraben. Der KOmpletz besteht aus einem Theater, thermalen Bäderanlagen (Bagni di Agrippa) uns dem Herrenhaus, das sich voraussichtlich im Ineren der Anlage befand. Der Komplex zeichnet sich aus durch die schwarz-weißen Mosaikböden, den Marmor und die Dekorationen mit dem Thema der Meeresmytholgie.

Von der Villa und dem Strand sammelte Chiericialle Materialien, die heute in Reggio Emilia in der archäologischen Kollektion der Zivilen Museen ausgestellt sind: Bruchstücke von Tonbehältern; ein "fritillus" (ein Behälter zum Würfeln); Bruchstücke von Amphoren und Ziegeln; Geldstücke aus der Römerzeit, aus der Antike und auch modernere Münzen; zu der Sammlung gehört auch ein Ventil aus Bronze, das vielleicht ein Teils der Bäderanlage der Villa war.

Wie die Generaldirektion des Forums der Unesco hervorgehoben hat, wurde das ursprüngliche Aussehen des Gebäudes verändert, Huete blieben als Reste übrig ein Gebäudeteil am Meer, an denen sich der Prinz dem Müßiggang widmete, nämlich die thermalen Bäder und das Theater. Nach dem griechischen Historiker Dione Cassio (II-III Jahrhundert) liebte es der junge Prinz, zu fischen und in die Person des Neptuns zu schlüpfen.

Heute kann man also das kleine Theater, die Therme, ein Peristyl mit einem großen rechteckigen Schwimmbecken und einen Sitzungssaal mit einer Apsis, eine Exedra (eine hakbrunde Terrasse zum Meer hin) und zwei Nymphenheiligtümer besuchen.

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