Die Insel Giglio ist eine der blauen Perlen der Toskanischen Archipels

Die Insel Giglio liegt vor der Halbinsel Argentario und ist mit circa 21 Quadratkilometern nach Elba die zweitgrößte Insel des Toskanischen Archipels.

In den letzten Jahren wurde die Insel leider aufgrund der Tragödie des Untergangs der Costa Concordia bekannt, dem Kreuzschaftschiff, das nach einer Kollision mit einem Felsen der Felsgruppierung “Le Scole” in der Nähe von Giglio Porto aufgrund eines riesigen Risses in der linken Schiffswand halb versank,wobei zahlreiche Personen starben und verletzt wurden.

Die Felsen setzen sich hauptseächlich aus Granit zusammen, eine Ausnahme ist das Kap Promontorio del Franco, das sich durch seine sedimentären Felsen und die Nähe zu einigen eisenhaltigen Ablagerungen auszeichnet. Die Insel hat ein bergiges Erscheinungsbild, der höchste Gipfel ist der Poggio della Pagana im Zentrum der Insel mit seinen 496 Metern.

Die Gemeinde der Insel Giglio, zu der auch die Insel Giannutri gehört, ist Teil der Provinz Grosseto und zählt circa 1400 Einwohner, die sich auf die drei Orte der Insel verteilen.

Giglio Castello ist die Hauptstadt der Insel und ein strategisch im Zentrum und der höheren Zone der Insel gelegener mittelalterlicher Ort. Giglio Porto ist ein altes Fischerdorf, das heute das Geschäfszentrum der Insel ist. Hier legt der Großteil der Schiffe an, von denen aus man die Besonderheit der pastellfarbenen Häuser an der Hafenpromenade , den Turm Torre del Saraceno und die beiden Leuchttürme die an den jeweiligen Piers posizioniert sind, bewundern kann. Im Westen der Insel liegt Giglio Campese, der von Touristen und Tauchliebhabernmeist besuchte Badeort, der uns aufgrund seines berühmten Felsens Faraglione und der unvergesslichen Sonnenuntergänge fasziniert. Der Golf von Campese zeichnet sich durch den gleichnamigen Turm aus, der zur Sichtung der Schiffe und insbesondere der PIraten erbaut wurde.

Giglios Vegetation bestand urspünglich aus Stein- und Korkeichenwäldern und auf Terrassen angelegten Weinbergen, die beinahe die ganze Insel bedeckten. Im Jahr 1900 machte der Botaniker Sommier eeine Untersuchung zu Giglios Flora und fand dabei 700 Arten, darunter auch einige seltene und endemische Pflanzenarten. Heute bedeckt abgesehen von dem Gebiet um den alten Leuchtturm, wo Kiefern gepflanzt wurden, die typische Mittelmeerbuschvegetation einen Großteil der Insel Giglio.

Was die Fauna betrifft gibt es auf Giglio nicht viele Tierarten, alerdings gibt es einige seltene Arten wie den Discoglosso sardo, ein Frosch, dessen urspüngliches Habitat in Sardinien und Korsika ist, und die Eidechse Lacerta sicula Tyrrenica, die man auch auf der Insel Giannutri findet.

Giglios Hauptattraktion ist das wunderbare Meer mit seinem kristallklaren Wasser und der Meeresgrund der Insel. Unter Wasser gibt es zahlreiche Muränenarten, Langusten, Zackenbärsche und riesige Thunfische. Im Frühling und im Sommer ist es nicht selten, hier Pottwale und Walevorbeiziehen zu sehen oder Delphine zu beobachten wie sie sich dabei vergnügen, den Booten hinterherzuschwimmen.

Schutzzonen

Das Meer um Giglio ist nicht Teil des Nationalparks, weniger als die Hälfte des Inselterritoriums gehört zum Park. 100-prozentige Schutzzonen sind hingegen Le Scole, lo Scoglio del Corvo und die Inseln della Cappa.

Die Insel Giglio ist das genze Jahr über in einer Stunde ab dem Hafen Porto Santo Stefano (GR) erreichbar. Im Sommer werden außerdem Ausflüge nach Giglio ab San Vincenzo und ab der Insel Elba (Porto Azzurro) organisiert.

Nützliche Informationen

Gemeinde Insel Giglio 0564 806064 – comuneisoladelgiglio@pcert.it

Pro Loco Isola del Giglio und Giannutri 0564 809400 – info@isoladelgiglio.it

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