Die Wallfahrtskirche wurde im 17. und 18. Jahrhundert bekannt, als sie zum Ziel von Wallfahrern wurde

Wo Porto Azzurro - Loc. Monserrato
Wie man hinkommt Von Porto Azzuro aus nimmt man die Provinzstrasse in Richtung Rio Marina. Nach circa 600 m. findet man rechts ein Schild, das nach Monserrato weist. Von hier aus fährt man eine Kiesstrasse entlang und parkt in der Höhe einer jahrhundertealten Pinie. Von hier aus geht man zu Fuss bis zur Wallfahrtskirche.
Kontakte Tel. 0565 95075 (Pfarrei S. Giacomo - Porto Azzurro)
Preise freier Eintritt
Öffnungszeiten ab dem 01.06: täglich 09.30-12.30 / 15.00-19.00

Text entnommen aus: "Il Santuario di Monserrato", einem Faltblatt, das man im Inneren der Kirche findet.

Im Jahr 1606 wurde José Pons y León dei duchi di Arcos, spanischer Gouverneur von Neapel und erster Gouverneur des Platzes Piazza di Lungone, der vom Volk aufgrund seiner Grösse und Magerheit "Longone" genannt wurde, während einer Schifffahrt entlang der tyrrhenischen Küste von einem plötzlichen Unwetter überrascht. Es gab einen hohen Wellengang und die Fahrt war sehr gefährlich. Der Gouverneur rief die "Nuestra Señora di Monteérrat" an, die er als echter Spanier sehr verehrte. Und so geschah es, dass das Schiff in das sichere Gewässer der Bucht von Porto Longone gelangte. Don José liess als Zeichen seiner Dankbarkeit zu Ehren der Madonna di Monserrato eine Wallfahrtskirche errichten, die sehr an die gleichnamige Kirche in Katalonien in der Nähe von Barcelona erinnert.

Die Wallfahrtskirche wurde in einem Tal des Bergs Monte Castello, circa 3 Kilometer von Porto Azzurro entfernt, erbaut, weil der Ort wild und ursprünglich war und den Gouverneur an "Monserrat" erinnerte und weil es dort Wasser gab. Neueste Studien und der Fund von Bruchstücken etruskischer Keramiken am Fuss des Hügels deuten darauf hin, dass an diesem Platz einmal ein etruskischer Tempel und vielleicht auch ein römischer stand [...]. Der Platz vor der Kirche wurde erst im Jahr 1768 gebaut; die Wände im Inneren, die an einigen Stellen abgeblättert sind, zeigen Spuren von darunterliegenden Fresken. Don José bedachte in seinem Testament vom 17. Mai 1616 Zuwendungen an die Kirche. Er schenkte Reale eine Windmühle, Grundstücke, Gebäude und andere Reichtümer, damit die Augustinerbrüder von Piombino jeden Tag eine Messe in der Kirche abhalten konnten. Ausserdem vermachte er der Kirche eine Kopie der Schwarzen Madonna Nera.

Im Jahr 1759, als die Piazza di Lungone Teil des Königreichs von Neapel wurde, wurde eine Kommission eingerichtet, die sich darum kümmerte, das Vermögen der Wallfahrtskirche wiederzufinden. Dadurch stellte man fest, dass das Vermögen sehr geschrumpft war, da ein grosser Teil als Eigentum anderer Personen resultierte auch wenn man feststellte, dass es weder "declaratión ni indicio de como los mismos han alienados" gab. Die Kommission schloss folgendermassen: "se habían perdidos las copias de los actos de compra". Sehr wahrscheinlich unterlag ein Grossteil des verlorenen Vermögens widerrechtlicher Aneignung oder betrügerischer Verkäufe.

Die Wallfahrtskirche war im 17. und 18. Jahrhundert sehr bekannt, da sie ein beliebtes Pilgerziel war. In dem kleinen Kloster neben der Kirche lebten 4 oder 5 Einsiedler [...]. Der Gouverneur Don Diego d'Alarçon, der sich um den mangelnden religiösen Beistand für die Soldaten sorgte, bat Filippo V im Jahr 1722 um einige Ordensbrüder. Daraufhin ordnete der König an, dass im Krankenhaus von Longone Wohnraum für ambrosianische Brüder von S.Pietro di Alcantra, die in Monserrato wohnten, geschaffen wird. Als S.Paolo della Croce im Jahr 1729 seinen Sitz auf dem Monte Argentario einrichtete, reiste er häufig nach Elba und dachte darüber nach, hier ein Kloster für seinen Orden der Passionisten zu eröffnen und fragte somit im Jahr 1735 den Gouverneur, ob er sich in Monserrato niederlassen dürfe. Die Augustinerbrüder und andere dazu befragte Geistliche waren jedoch dagegen. Auch am Ende des Jahrhunderts unternahmen die Passionisten einen anderen Versuch, sich in Monserrato niederzulassen. So befragte der Bischof von Massa die Geistlichen von Porto Longone zu ihrer Meinung, aber diese waren auch diesmal aus zwei Gründen dagegen: 1) der Ort war arm und verfügte über keinerlei finanzielle Quellen, sodass es keine reichlichen Spendenopfer bei den Messen geben würde; 2) es gab keinen Grund dafür, den Kaplan und die zwei Einsiedler von der Wallfahrtskirche zu entfernen.

Im September 1814 besuchte Napoleon die Wallfahrtskirche Monserrato in Begleitung von Pons und Bertrand. Die Wallfahrtskirche, die langsam bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Vergessenheit geriet, wurde zum Eigentum der Augustinermönche von Piombino.

Heute ist die Wallfahrtskirche restauriert und wieder ein Ort der Verehrung. Jedes Jahr feiert man in Porto Azzurro am 8. September die Madonna di Monserrato.

Fordern Sie ein kostenloses Angebot

Santuario di Monserrato