Bergwerke
Rio Marina: Das Land des Eisens
Unter den Wegen um die Insel darf
der des „Eisens“ nicht fehlen.
Das Eisenreservoir der Insel dehnt sich über
1.948 m weit aus. Es reicht vom Bergwerk in Rio,
Rio Albano, Calamita, Ginevro und Sassineri über
Terranera: Diese Gegenden bieten eine außerordentliche
Mischung aus wichtigen geomineralogischen Phänomenen
entstanden durch die Bergwerksarbeit, die sich
im Laufe von 3000 Jahren entwickelt hat. Wir
befinden uns hier vor natürlichen Prozessen
in einer bezaubernden Landschaft.

Die Etrusker begannen mit der Ausbeutung
der Bergwerke im achten Jahrhundert v.Chr.. Begleitet
wurde der Abbau von einer intensiven Stahlverarbeitung,
von der viele noch vorhandene Öfen zeugen.
Die Bergwerke erlebten die Neuerungen der industriellen Revolution und waren
bis in die 80-iger Jahre hinein funktionell. Der Rohstoff der Insel Elba
ist immer noch vorhanden. Die Vorkommen werden auf ca. 16 Millionen Tonnen
Eisen geschätzt.
Im
Mineralienzentrum Rio Marina kann man, nur im
Sommer, das Bergwerk „il Bacino“ besichtigen,
ein echtes Eisenbergwerk. Das ist ein Ort, an
dem über 100 Jahre lang die harte Arbeit
der Bergwerksarbeiter Realität war.
Hier arbeitete man unter freiem Himmel mit der „Stufen-Technik“.
Es handelt sich um eine stark gebrochene und tektonisierte Gegend, wo Oxid
und Hydroxid Eisenmassen mit Quarzkonglomeraten an den darunter liegenden
schieferartigen Stein assoziiert sind.
Das vorherrschende Mineral ist
der Hämatit. Man ist hier stolz darauf,
dass der elbanische Hämatit als einer der
schönsten Europas gilt. Es handelt sich
hierbei um ein Eisenoxyd, der hier auf der Insel
als Olygist vorkommt. Unter den anderen vorfindbaren
Mineralien haben wir den Pyrit und den Quarz
in weißen und rötlichen Kristallen
mit Hämatit verbunden, im Frühjahr
findet man zahlreiche Copiapyt Krusten.
Ein Natur-Museum: Mit ein wenig Geduld und Leidenschaft findet man Eisenmineralien,
dort wo die Natur sie hinterlassen hat, man sieht sie und berührt sie
und fühlt, wie sie sich ihren Weg aus der Erde bahnen.
Die Besichtigungsmöglichkeit im Bacino ist eine Antwort
auf die vielen Anfragen der Leute, die sich mit dem Studium der Mineralogie
und Geologie befassen. Die Besucher haben somit eine Kostprobe von dem, was
bald einer der groessten Mineralienparks sein wird. Hier wird man ein Modell
in reeller Groesse vorfinden, von allem was die theoretische Abhandlung von
speziellen Texten nicht immer klar illustrieren kann, eine der groessten
und weitesten Expositionsstrukturen Italiens.
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