
| Ortsteile | Cavo |
|---|---|
| Fläche | 19 km² |
| Einwohner | 3.427 |
| Höhe | 10 m ü. d. M. |
| Postleitzahl | 57038 |
| Sehenswertes | Mineralienmuseum |
| In der Umgebung | Bergbaupark, Torre del Giove |
Rio Marina galt einst als die Hauptstadt des Eisens der Isola d’Elba. Die Minen und der Hafen dienten dem Abbau und Transport des Eisenerzes, das noch heute mit seinem Glitzern und seiner typischen rötlichen Färbung das gesamte Ortsbild prägt, von den Hausfassaden über die Strände bis hin zum Meeresboden.
Nach der Schließung der Minen – die letzte wurde 1981 stillgelegt – wich der Bergbau der touristischen Entwicklung. Rio Marina verwandelte sich in einen florierenden Badeort, während die ehemaligen Minengebäude zu Museen wurden.
In dem Gebäude, in dem einst die Bergwerksdirektion untergebracht war, befinden sich heute das Museum der Mineralien Elbas und der Bergbaukunst sowie das historische Archiv der Minen. In den Räumen des Museums wurden die ursprünglichen Arbeitsbereiche des Bergwerks nachgebildet. Zudem wird dort eine bedeutende Sammlung von Mineral- und Gesteinsproben der Isola d’Elba aufbewahrt.
Von besonderem historischem Interesse ist auch der sechseckige Turm am Hafen, der um die Mitte des 16. Jahrhunderts auf Veranlassung von Jacopo V Appiani errichtet wurde. Der charakteristische Uhrturm stammt hingegen aus dem Jahr 1882, dem Gründungsjahr der maritimen Gemeinde, und das Oratorium San Rocco wurde 1570 erbaut.
Freilichtmuseum von Rio Marina
Das Freilichtmuseum bietet einen eindrucksvollen Rundgang durch die Straßen des Ortes, der durch sieben Installationen bereichert wird. Sie erinnern an die Bergbaugeschichte der Isola d'Elba, dem „Land aus Eisen und Sonne“, und insbesondere an Rio Marina, das einst das schlagende Herz dieser Industrie war.
Diese Werke wurden aus Werkzeugen und mechanischen Bauteilen geschaffen, die von der harten Arbeit erzählen, die Generationen von Bergleuten in den Minen verrichteten. Von den ehemaligen Officine San Jacopo bis zur Via Magenta, dem Standort des Bergbauparks, sind Winden, Verbindungsstücke, Entwässerungsmaschinen, Biegemaschinen und Brecher zu sehen. Jedes Exponat ist mit Informationstafeln versehen und verfügt über einen QR-Code. Durch das Scannen des QR-Codes erhält man Zugang zu Videos, die die Funktionen der einzelnen Fundstücke erläutern. Die Erklärungen stammen von einem der letzten Bergleute aus Rio, einem direkten Zeugen einer Epoche, die vor mehr als vierzig Jahren zu Ende ging.
Ziel des Museums ist es, die Erinnerung an diese bedeutende Vergangenheit lebendig zu halten, nicht nur für diejenigen, die diese Zeit selbst erlebt haben, sondern auch, um neue Generationen für die Wurzeln und die Kultur ihrer Gemeinschaft zu sensibilisieren.
Veranstaltungen: In Rio Marina werden jedes Jahr zwei Festtage gefeiert: Am 4. Dezember wird das Fest der Schutzpatronin Santa Barbara begangen. Außerdem finden am 16. August Veranstaltungen zu Ehren von San Rocco di Montpellier statt.
Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Website www.elbaeventi.it.
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